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UpdatesWusstet Ihr schon, dass innerhalb von einem Jahr die Malware-Infizierung um 36% gestiegen ist?

Wusstet Ihr schon, dass jede sechste Email einen verseuchten Anhang beinhaltet?

Das klingt nicht nur übel, das ist übel.
Ohne die richte Schutzstrategie ist der Rechner schneller infiziert als man denkt.

Aber wie kann man sich denn davor schützen?

Es gibt leider keinen 100 prozentigen Schutz davor aber man kann sich dennoch gut davor schützen.

Welche Dinge sind denn dazu notwendig und ist das nicht extrem teuer?

Ihr solltet Euer Betriebssystem (z.B. Euer Windows) immer aktuell halten. Am Besten stellt Ihr die Updates so ein, dass die Sicherheitsaktualisierung (wichtige Updates) automatisch installiert werden. Das geht über den Startknopf von Windows – Systemsteuerung – Windows Update und in dem sich nun öffnenden Fenster auf der linken Seite auf „Einstellungen“ ändern klicken. Hier solltet Ihr einstellen, dass die wichtigen Updates heruntergeladen und auch gleich installiert werden.
Damit werden bekannte Sicherheitslücken im Betriebssystem geschlossen.
Stellt Euch vor Ihr besitzt ein Haus mit 100 und mehr Eingängen, aber ihr geht immer nur durch den Haupteingang rein und raus und die schließt Ihr auch immer schön brav ab. – Da fühlt Ihr Euch doch sicher! Aber was ist mit den anderen Türen? Es könnte ja sein, dass da doch noch eine offen steht… So ist es auch mit den wichtigen Updates. Wenn die Lücken geschlossen sind, kann darüber nichts auf Euer System kommen.
So, das war die Seite des Betriebssystems, aber reicht das aus?
Nein, denn auch Programme können Schwachstellen haben – z.B. Java oder auch Euer der PDF Reader (der ist auch immer ein Kandidat für ein Einfallstor!) Firefox, Chrome und Plugins für die Browser sollten auch immer aktuell gehalten werden. Einer meiner Lieblingskandidaten ist hier auch Adobe Flash. Ein ganz böses Ding! Ich habe es über all deaktiviert, denn Adobe schafft es nicht hier die Lücken zu schließen und gehört auch zu den größten Einfallstoren Eures Rechners. Also auch hier: Updaten sooft es geht. So, damit sind schon ein paar große Brocken von der Liste genommen.
Was kommt als nächstes?
Der Virenscanner. Hier ist es ebenso wichtig, dass ihr regelmäßig die neuesten Definitionen (Virenerkennungsdatenbank) bekommt. Ich lasse alle halbe Stunde aktualisieren. Es kommt darauf an, wie gut und schnell die Hersteller aktualisieren! Das Problem bei den meisten Virenscannern ist die Art und Weise wie sie funktionieren. Sie vergleichen Prüfsummen von Datenpaketen mit einer Datenbank. Ein Beispiel: Ihr bekommt per E-Mail eine Worddatei (diese ist mit einem Trojaner verseucht) die Ihr öffnen wollt. Der Virenscanner erstellt eine Prüfzahl und schaut in der Datenbank nach, ob mit dieser Prüfzahl schon etwas gemeldet worden ist. Im Besten Falle gibt es einen Treffer und der Virenscanner geht davon aus, dass es etwas schädliches ist. Was ist aber nun wenn es keinen Treffer gibt? Dann meint der Virenscanner, dass die Datei in Ordnung ist! Wir haben aber nun den Vorteil, dass wir wissen, diese Datei ist verseucht! Der Trojaner ist aber sehr neu und es gibt noch keinen Eintrag in der Datenbank!
Na!? Immer noch überzeugt von der Sicherheit eines Virenscanners?
Ich nicht! Aus diesem Grunde rate ich zum Einsatz eines gute Virenscanners mit Verhaltenserkennung (z.B. Kaspersky, Sophos, F-Secure…) oder als Ergänzung zum Virenscanner Malwarebytes Anti-Malware!

So, nun haben wir aber eine richtig spitzen Sicherheit, oder?

Ja und Nein! Wie ich schon sagte, es gibt keine 100 % Sicherheit! Selbst wenn wir nun zu 99 % Sicherheit haben, so kann das eine Prozent ausreichen die Daten zu befallen. Daher fehlt unserer Strategie noch ein ganz wichtiger Punkt!

Das Backup oder auch Datensicherung genannt.

Warum sollte man seine Daten sichern? Ich denke das brauche ich nicht zu erklären 😉 Was ist, wenn durch das letzte Prozentpünktchen doch mal ein Trojaner rein gekommen ist und die Festplatte verschlüsselt? Dann könnte man die Datensicherung des Rechner wieder einspielen! Man könnte den Stand vor dem Verschlüsseln wiederherstellen! Trotz des Wissens, wie wichtig eine Datensicherung ist, kenne ich mehr als genug Unternehmer, die der Meinung sind, dass eine Datensicherung nicht notwendig ist. Ich kannte einmal ein Unternehmen, dass hatte es nicht ganz so mit der Buchhaltung und ein Steuerberater will ja nur sein Bares! Er kümmert sich um alles selbst! Die Buchhaltung war seit geraumer Zeit nicht gepflegt und die Schreiben des Finanzamtes landeten ungeöffnet in einer Schublade. Aus den Augen aus dem Sinn! Wir wissen ja, dass das Finanzamt so etwas nicht gerne sieht und hat sich für eine kurze Prüfung angemeldet und das sogar telefonisch! . Immerhin kamen sie nicht unangemeldet einfach mal vorbei. Nun begann der Unternehmer zu rotieren. Er buchte wie ein Wahnsinniger und über Nacht stellte er die Buchhaltung soweit wieder her. – Hier könnte die Geschichte noch positiv enden! Das war noch vor der Zeit der E-Mails! Also war eine Infektion mittels E-Mail nicht der Verursacher für das was noch kommt! Der Rechner lief im Sommer in einem Raum ohne Klimaanlage und es war richtig heiß. Der Lüfter der CPU (also des Prozessors) war komplett verstaubt und konnte nicht mehr für eine Kühlung des Prozessors sorgen. Das Ding wurde einfach zu heiß und schaltete sich einfach ab! Dabei wurde das Betriebssystem und auch die komplette Buchhaltung zerstört und der Rechner lies sich nicht mehr starten! Die ganze Arbeit war für die Katz! Es war alles umsonst! Das Unternehmen existiert mittlerweile schon einige Jahre nicht mehr, denn es kam wie es kommen musste. Der Konkurs inkl. Konkursverschleppung… usw. usw…. Da uns das nicht passieren wird, kümmern wir uns um ein exzellentes Backup. was nicht mal Geld kostet! Ja, richtig! Es ist gratis! Bis auf Angabe einer E-Mail Adresse! Ihr bekommt es unter dem Namen „Veeam Endpoint Backup Free“ bei https://www.veeam.com/de/endpoint-backup-free.html Damit erstellen wir auf einer USB Festplatte (die gibt es leider nicht wirklich kostenlos) ein komplettes Abbild unseres Rechners und selbst wenn die Hardware den Geist aufgeben sollte, können wir damit das ganze System auch auf einem neuen Computer zurückspielen.

Ist das nicht klasse? Also ich finde das so überzeugend, dass ich alle Rechner (also meine Windowsrechner) damit sichere!

Wie sieht es nun mit unserer Sicherheit aus?
Wenn Ihr mich fragt, sieht es nun schon richtig gut aus! Wir verfügen somit über eine 1a Sicherheitsstrategie. Na ja, noch nicht ganz. Unser System ist nun sicher aber was ist die größte Lücke oder das schwächste Glied? Richtig. Der User! Bevor Ihr Anhänge öffnet oder Euch irgendetwas aus dem Internet herunterladet, denkt darüber nach ob die Seite Vertrauensvoll ist oder ob es sinnvoll ist eine Worddatei mit Doppelklick zu öffnen.

Ein kleiner und auch letzter Tipp für Euch.

Lasst solche Dateien besser nochmals über https://virustotal.com prüfen. Hier könnt Ihr schauen ob einer der über 50 Scanengines einen Datenbankeintrag zu genau dieser Prüfsumme anzeigt 😉 Virustotal gehört übrigens zu google 😉 In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Erfolg beim Absichern Eures Rechners. Euer Timo unterschrift

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